Wie wird ein Single sein bester Koch?
Markus Kräft - pixelio
Als Single selber kochen? Das ist nicht die Frage von Zeit oder Können. Ein bisschen Leidenschaft für das Kochhandwerk und generelles Interesse für das, was man isst sind die besten Zutaten, bei allem, was gelingen soll. Wer mehrwertige Kochsendungen kennt (das sind die mit etwas Warenkunde, Tipps fürs Kochen und Einkaufen), weiß, dass man in 30 Minuten ein gutes 2- oder 3-Gänge-Menü hinbekommt. Muss nicht jeden Tag sein - da genügt eine gute, leckere und nährwertig ausgewogene Mahlzeit. Mit ein bisschen Engagement könnt Ihr Euren Fast-Food-Faktor locker um 50 % reduzieren. Damit aus Kochlust kein Kochfrust wird, ist der beste Start die Vorbereitung. Was koche und esse ich gerne? Wie sehen meine Wochenaktivitäten aus? Was erspart das tägliche Einkaufen? Wovon können gleich mehrere Portionen zubereitet werden? Teilen oder einfrieren?
Einkauf planen
Alle unverderblichen Basics (Gewürze, Nudeln, Reis, Dosentomaten, Zucker, Mehl etc.) ein Mal im Monat einkaufen bzw. regelmäßig verbrauchen und ergänzen. Gleiches gilt für tiefgefrorene Gemüse und Kräuter in unbehandelter Form. Lang haltbares Obst wie Äpfel, Birnen, Apfelsinen und saisonales wie Weintrauben, Pflaumen etc. und Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln + co. am besten auf dem Wochenmarkt besorgen. Aus den meisten Obstsorten kann man –wenn sie doch etwas länger liegen- wunderbare schnelle Kompotte zubereiten - ideal als Nachspeise oder zum morgendlichen Brötchen, Quark oder Jogurt. Immer frisch einkaufen gilt für Fleisch und Fisch. Wurst und Käse geht auch auf die Liste ‚Wocheneinkauf‘.
Mehrere Portionen kochen
Vieles lässt sich gut eingefrieren (Suppen, Saucen, Braten, Rolladen, Eintöpfe) und ohne Nährwertverlust auftauen. Wer also nicht täglich kochen will, kocht größere/mehr Portionen und friert sie portionsweise ein. Schnelles auftauen im Wasserbad oder der Microwelle. Das geht auch mit Brot: frisch gekauftes Brot in 3-4 Scheiben-Portionen einfrieren. Am Abend eine Portion raus legen – und schon gibt es zum Frühstück frisches Brot. Nudeln eignen sich prima zum vorkochen. Die Portion, die man am nächsten Tag –z.B. als Nudelsalat essen möchte, nach dem Kochen kalt abspülen und ab in den Kühlschrank. Am nächsten Tag die Sauce –kalt oder warm- unterheben und genießen. Vielleicht finden sich ja Kollegen, mit denen man sich mit dem Kochen abwechselt – das fördert nicht nur die Qualität des Mittagessens sondern auch das kollegiale Miteinander. Oder im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, der Familie sind Gleichgesinnte. Einfach an- und besprechen, wer was wann kocht. Wie wär es mit einer Tauschbörse? Du hast Rolladen gekocht? Dein Nachbar oder Kollege Frikadellen? Koch doch gleich mehr, tausche Dich aus und schon hast Du am nächsten Tag kochfrei und was Gutes auf dem Teller. Dein Nachbar tut sich mit dem Kochen schwer – biete ihm –wenn es Dir Spaß macht an, für ihn mit zu kochen. Natürlich musst Du das nicht umsonst tun. So verdirbt garantiert kein Essen und muss nichts weggeworfen werden.
Apropos Rezepte: Im Internet finden sich viele tolle Blogs, mit leckeren Rezepten gespickt sind. Dafür muss man kein Abo abschließen. Achte beim downloaden darauf. Mein Lieblingsblog ist im Augenblick www.weeatfine.de Guten Appetit.